Die Hoffnung stirbt zuletzt…

…könnte man meinen, wenn man die Ergebnisse einer aktuellen bevölkerungsrepräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von Cosmos Direkt anschaut. Teilgenommen haben rund 1.500 18- bis 50-Jährige in Deutschland.

66 Prozent derjenigen, die ihr Risiko für eine Berufsunfähigkeit als (sehr) gering einschätzen, begründen dies mit einem körperlich nicht anstrengenden Job. Dabei droht auch bei Berufen mit weniger physischer Anstrengung die Gefahr, berufsunfähig zu werden. Denn statistisch gesehen trifft es laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft jede Vierte/jeden Vierten im Laufe des Arbeitslebens.

Dass eine gesunde Lebensweise oder ein risikofreies Hobby vor einer Berufsunfähigkeit schützen, bleibt ein „frommer Wunsch“.

Denn: die häufigste Ursache für eine Berufsunfähigkeit ist bei Frauen eine psychische Erkrankung.

Wer im Falle eines Falles nicht in ein finanzielles Chaos stürzen möchte, sollte beizeiten über eine Absicherung nachdenken. (Quelle Christian Hilmes, Das Investment 28.04.2021)

Denn: wer auf die staatliche Erwerbsminderungsrente angewiesen ist, hat das Nachsehen. Die Deutschen Rentenversicherung (DRV) weist für 2020 aus, dass mehr als 1,8 Millionen Bürgerinnen und Bürger Renten wegen Erwerbsminderung erhalten. Im Gegensatz zur Berufsunfähigkeitsversicherung wird nur errechnet, wie viele Stunden täglich die Antragstellerin noch irgendeine berufliche Tätigkeit verrichten könnte. Dabei wird weder auf den bislang ausgeübten Beruf geachtet noch darauf ob es überhaupt einen geeigneten Arbeitsplatz gibt. Wer nur weniger als drei Stunden täglich arbeiten kann, erhält die staatliche Rente wegen voller Erwerbsminderung. Diese liegt bei ca. 28 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Die Deutsche Rentenversicherung gibt an, dass die volle Erwerbsminderungsrente im Schnitt bei 827 Euro in den alten Bundesländern und 863 Euro in den neuen Bundesländern liegt.

Damit werden die wenigsten an ihren alten Lebensstandard anknüpfen können.