Zwischen Hoffen und Bangen

Am 1. März 2020 stieg die Zahl der mit dem Corona Virus Infizierten auf sechs Fälle in Norddeutschland. Das Roland-Koch-Institut stufte am 2. März das Risiko als „mäßig“ hoch ein. Am 11. März rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Pandemie aus und am 13. März wurden Schulen und Kitas geschlossen. Am gleichen Tag lag der Dax mit zehn Prozent im Minus und landete bei ca. 8300 Punkten, dem tiefsten Stand seit mehr als fünf Jahren. Wer hätte damals gedacht, dass der Börsenindex zum Jahresende wieder bei fast 14000 Punkten liegen würde?

Allmählich macht sich jedoch Nervosität angesichts des rasanten Börsenanstiegs breit.

Der Risikoforscher Didier Sornette erklärt in einem Interview mit FUNDRESEARCH (24.2.2021) „Wir sehen aktuell viele Blasen – heißgelaufene Märkte und überbewertete Short Wetten“.

Jens Ehrhardt, einer der prominentesten deutschen Fondsmanager, warnt im Handelsblatt vor Übertreibungen. Für ihn sind die Kursschwankungen beim Bitcoin ein Indiz für die „größte Blase aller Zeiten“. Dennoch sieht er keinen Crash an den Aktienbörsen auf uns zukommen. (Handelsblatt 3.3. 2021)

Da flüchtet der eine oder die andere lieber in die als sicher eingestuften Festgeldanlagen. Doch die ca. 15.000 Anleger*innen, die via Zinspilot oder Weltsparen ein Tages- oder Festgeldkonto bei der Bremer Greensill Bank AG führen, werden trotz gesetzlicher Einlagensicherung angesichts der Insolvenz der australischen Greensill Capital unruhige Nächte vor sich haben. Sicherheit hat manchmal ihren Preis. Anleger*innen sollten weder auf Spekulationen noch auf Prognosen setzen. Die bewährte Strategie einer breiten, transparenten Streuung des Vermögens zu fairen Kosten hat sich in der Vergangenheit bewährt. Denn: „Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.“ (Oskar Wilde)